Was die App kann
Eine vollständige Übersicht – zum Durchlesen, wenn du wissen willst, was alles drinsteckt. Nichts davon musst du einrichten.
Heute – erfassen
- Mikrofon gedrückt halten und sagen, was war: „hat 120 ml getrunken“, „um 19 Uhr eingeschlafen“, „Windel war nur nass“.
- Wer nicht sprechen will oder kann, tippt stattdessen – der Weg daneben führt zur Tastatur.
- Auf dem iPhone startet das Widget „Sprachnotiz“ (Homescreen oder Sperrbildschirm) die Aufnahme direkt; zum Beenden einmal auf den Mikrofonknopf tippen. Auf Android startet dasselbe das lange Drücken auf das App-Symbol.
- Die App sortiert den Satz ein: Mahlzeit, Schlaf, Windel, Schreien, Wutanfall, Zahnen, Temperatur, Abpumpen, Bewegung, Betreuung, Vorsorge, Herztöne, Impfung, Maße, Medikament, Baden, U-Untersuchung – oder Notiz, wenn sie sich nicht sicher ist.
- Nennt ein Satz mehrere Dinge nacheinander – „aufgewacht, dann gegessen und gewickelt“ –, macht die App daraus mehrere Einträge. Fehlt einer Zeit die eigene Uhrzeit, zeigt sie dir die Aufteilung vorher, statt sie zu erfinden.
- Läuft eine Schlafphase, zählt die Dauer auf „Heute“ von selbst mit; ein Tipp auf „Jetzt aufgewacht“ beendet sie.
- Kam etwas falsch an, tippst du den Eintrag an und stellst es richtig. Ab der dritten gleichen Korrektur merkt sich die App das Wort.
- Bei mehreren Kindern erkennt sie den Namen im Satz; ohne Namen ordnet sie dem aktiven Kind zu und markiert das als Annahme.
- Ein Kindname lässt sich im Profil dauerhaft ausblenden, ohne dass die Namenserkennung im Satz darunter leidet.
- Ab etwa zwei Jahren lassen sich im Profil vier weitere Arten freischalten: Nachtschreck, Aktivität, Medienzeit und – als Ergänzung der Mahlzeit – Essgewohnheiten. Standardmäßig aus. Umgekehrt lassen sich Windel und Zahnen ausblenden (Mahlzeiten bleiben immer da), sobald sie für ein älteres Kind nicht mehr zutreffen.
- Ein Wisch nach links auf einen Eintrag bietet das Löschen an.
Auch über dich selbst
- Sagst du etwas über dich – „ich bin erschöpft“, „Wochenfluss ist stärker geworden“ –, landet es nicht beim Kind, sondern bei dir. Erkennt die App nur ein Befinden, aber niemanden, fragt sie nach, statt zu raten.
- In deinem Profil legst du fest, wer auf diesem Gerät „ich“ ist – dann entfällt die Nachfrage.
- Deine eigenen Einträge stehen sichtbar abgesetzt zwischen denen des Kindes auf „Heute“, damit der Tag als Ganzes zu sehen ist.
- Wochenfluss und Wundheilung hältst du genauso fest wie ein Befinden – ohne Einstufung, ohne Schwelle.
Wenn es akut ist – einordnen
- Bei Schreien zeigt die App mehrere mögliche Erklärungen nebeneinander, jede mit einer Angabe, wie sicher sie ist.
- Zu jeder Erklärung steht, woher sie kommt: aus eurem eigenen Verlauf oder aus Fachliteratur.
- Du kannst jede Einschätzung bestätigen oder verwerfen – daraus lernt die Auswertung, was bei eurem Kind hilft.
- Bei langem, untröstlichem Schreien erscheint ein Entlastungshinweis. Er bewertet nichts und lässt sich mit einem Tipp wegblenden.
- Du kannst die Frage auch einfach stellen – „Isabell schreit jetzt, woran liegt es?" – am Aufnahmeknopf oder per Tastatur. Die Antwort erscheint direkt über „Heute", ohne dass du den Bildschirm wechselst.
- Was du im Satz zusätzlich sagst („Bauch ist hart", „sucht die Brust", „reibt sich die Augen", „Windel ist voll"), fließt als deine eigene Angabe in die Einordnung ein – ohne daraus etwas zu behaupten.
- Nennt ein Satz ein eindeutiges Warnzeichen („blau angelaufen", „krampft", „bekommt keine Luft"), erscheint sofort ein Hinweis auf den Notruf 112 – auch ohne Frage, und der Satz wird trotzdem gespeichert. Die Liste ist noch klein und nicht fachlich geprüft.
- Auch Fragen zum Tagebuch beantwortet sie – „Wann hat sie zuletzt gegessen?", „Wie viele Windeln heute?" – mit Zahl und Uhrzeit aus deinen Einträgen, ohne Bewertung. Eine Frage legt nie einen Eintrag an.
Auswertung – nachsehen
- Der Tag als Zeitachse über 24 Stunden – jeder Eintrag beschriftet an seiner Uhrzeit, neuester zuerst auf „Heute“.
- Gewicht und Größe hältst du fest wie jede andere Angabe – ohne Vergleich zu einer Wachstumskurve.
- Die Woche als Tabelle, ein Tipp auf einen Wochentag öffnet den ganzen Tag.
- Ein teilbarer Bericht für den Arzt- oder Hebammentermin – reine Zahlen, ohne Bewertung.
Nachschlagen
- Vorsorgetermine, U-Untersuchungen, Screenings, Hüftsonographie-Werte, Maße und Impfungen an einem Ort.
- Schreiprotokoll nach der Wessel-Dreierregel, als Beobachtungshilfe fürs Arztgespräch.
- Wochenbett-Übergabe für den Hebammenbesuch.
- Wehen-Zeitmessung, solange eine Schwangerschaft läuft.
- Sicherheitshinweise zum sicheren Schlafen.
Dokumente fotografieren
- U-Heft-Seiten (U1 bis U9), die vier Neugeborenen-Screenings und die Hüftsonographie lassen sich abfotografieren, statt jeden Wert von Hand abzutippen.
- Vor dem Foto wählst du die Seite – erst dadurch weiß die App, welche Werte sie überhaupt erwarten darf.
- Erkannte Werte erscheinen einzeln zum Bestätigen oder Korrigieren, nie als ganzer Textblock. Ein Wert, der sich nicht eindeutig zuordnen lässt, bleibt sichtbar leer statt geraten zu werden.
- Die vier Winkelwerte der Hüftsonographie trägst du selbst ein – sie liegen zahlenmäßig zu nah beieinander für eine verlässliche automatische Zuordnung.
- Andere Dokumente, etwa der Impfausweis, landen wie ein Sprachtranskript als Text im Eingabefeld, zum Prüfen vor dem Speichern.
- Kein Foto wird dauerhaft gespeichert – es wird auf dem Gerät ausgewertet und danach verworfen.
Geräte
- Ein zweites Gerät wird zum Babyphone – Ton allein oder mit Bild, im selben WLAN.
- Der Bildschirm des Babyphone-Geräts lässt sich vom zusehenden Gerät aus als Nachtlicht aufleuchten lassen; es schaltet sich von selbst wieder ab, sobald die Verbindung endet.
- Zwei Geräte einer Familie können Profile und Einträge abgleichen, ebenfalls nur im selben lokalen Netz. Der Abgleich läuft von selbst, solange die App auf beiden Geräten geöffnet ist – bei geschlossener App oder gesperrtem Gerät erst wieder nach dem Öffnen.
- Du kannst nachsehen, welche Wörter sich die App gemerkt hat, und sie einzeln löschen.
Deine Daten
- Ein Profil samt aller Einträge lässt sich jederzeit als Datei exportieren oder vollständig und unwiderruflich löschen.
- Tritt ein technischer Fehler auf, steht er im Fehlerprotokoll – Zeitpunkt und Meldung, nichts davon verlässt automatisch das Gerät. Du kannst es einsehen und bei Bedarf selbst teilen.
- Für eine gemeinsame Testphase lassen sich Profildaten und Fehlerprotokoll gebündelt weitergeben – ein einziger, bewusster Teilen-Vorgang, kein automatischer Versand.
Was die App nicht tut
- Sie stellt keine Diagnose und sagt dir nicht, was du tun sollst.
- Sie erkennt Notfälle nur sehr eingeschränkt – daran wird gearbeitet. Wenn dir etwas Sorgen macht: Kinderärztin oder Kinderarzt anrufen, im Notfall 112.
- Sie prüft keinen Messwert gegen einen Normbereich – ein Blutdruck von 165 zu 105 sieht aus wie einer von 118 zu 76.
- Sie hört nicht dauerhaft mit. Aufnahmen werden auf dem Gerät in Text umgewandelt und nicht gespeichert.
- Sie braucht kein Konto, zeigt keine Werbung und schickt nichts ins Internet.
- Sie erfasst nur Fehler in der eigenen App-Logik, keine Abstürze des Betriebssystems – dafür bräuchte es einen Cloud-Dienst, den es hier bewusst nicht gibt.